Stress und Schmerz - ein unheilvolles Duo

Stress und Schmerz treten oft gemeinsam auf. Zusätzlich bedingen und verschlimmern sie sich oft gegenseitig. Wenn wir beide Themen und ihre Mechanismen verstehen, können wir in diesen Teufelskreis eingreifen und Auswege finden. Damit stehen uns großartige Möglichkeiten offen, unsere Befindlichkeit zu verbessern.

Stress und Überforderung verstehen

Das Wort Stress stammt ursprünglich aus der Technik und meint da die Beanspruchung von Material, bis es nicht mehr funktionstüchtig ist. Beansprucht fühlen wir uns definitiv auch, wenn wir als Mensch von Stress reden. Stress ist unsere Reaktion auf körperliche und seelisch-geistige Beanspruchung.

Finden neben der Beanspruchung auch Phasen der Entspannung und der Aufmerksamkeit für uns selbst statt, können wir Menschen mit Belastungen durchaus umgehen. Ja, wir brauchen sogar ein gewisses Maß an Herausforderung.

Wenn die Beanspruchung zum Dauerzustand wird und die Herausforderung zu groß, wird sie zur Zerreißprobe für uns Menschen. Wir Menschen können uns als lebendigen Organismus mit Körper, Seele und Geist nicht so einfach austauschen wie einen zerschlissenen Sessel.

Daher ist es wichtig Stress zu erkennen und mit Stress umgehen zu lernen. Das Maß unserer Beanspruchbarkeit und unseres Umganges mit Stress ist sehr individuell und nicht jeden Tag gleich. Die Suche nach Balance ist eine Lebensaufgabe, jeden Tag und in jedem Augenblick.

Wege aus dem Stress

Körperlich und seelisch Balance finden

Meister in asiatischer Bewegungsmeditation erklären immer wieder, dass auch sie oft die Balance verlieren. Die Kunst ist nicht, die Balance nie mehr zu verlieren. Die Kunst ist, sie möglichst schnell wiederzugewinnen. Das gibt uns die Möglichkeit handlungsfähig zu bleiben und Überblick zu haben.

Wenn wir unseren Körper hinzunehmen, wird es leichter Stress zu lösen. Es gibt eine Reihe von körperorientierten Methoden, die sich bewährt haben im Umgang mit Stress. Ich nenne Ihnen die, die ich anzuwenden und schätzen gelernt habe.

Somatic Experiencing

Die Methode Somatic Experiencing® wurde von Peter Levine, einem Naturwissenschaftler und Psychologen, entwickelt. Er beobachtete die Selbstheilungsvorgänge bei Tieren nach Lebensgefahr und schweren Verletzungen. Tiere haben die instinktive Fähigkeit, Stress körperlich zu entladen. Wir Menschen können uns auf ähnliche Weise von den Auswirkungen von Stress, Trauma und überfordernden Erfahrungen befreien. Wir können die im Körper angesammelte Stressenergie ganz langsam entladen lernen. In körpertherapeutischen Einzelsitzungen hat sich diese Methode bewährt. Ich bin in Somatic Experiencing im Intermediate Level ausgebildet und wende diese Methode gerne an, um Menschen wieder Verbindung mit Ihren Ressourcen zu ermöglichen.

Emotion Aid

Aus der Traumatherapie und auf neurologischen Erkenntnissen basierend, wurde ein Erste-Hilfe Programm für Stress und Überforderung entwickelt: Emotion Aid®. Es handelt sich um ein 5-Schritte-Programm. Wir können unseren inneren Halt wiederfinden. Wir können uns mit unseren persönlichen Ressourcen verbinden. Wir können in Ausnahmesituationen unsere Übersicht und unsere Handlungsfähigkeit zurückgewinnen. Auch diese Methode hat sich in körpertherapeutischen Einzelsitzungen bewährt. Ich bin in Emotion Aid ausgebildet und biete zu dieser Methode auch Einführungsvorträge und Tagesveranstaltungen in Gruppen an. Diese Methode ist zur Selbsthilfe geeignet und kann in therapeutischer Begleitung eingeübt werden.

Entspannungsübungen

Autogenes Training

 

Beim Autogenen Training erfolgt die Entspannug über Entspannungssätze, die man für sich selbst (autogen) wiederholt. Dabei werden die Muskulatur, die Gefäßspannung, Herzschlag und Atem gezielt angesprochen und gespürt. Durch den Trainingseffekt gelingt eine insgesamt entspanntere Haltung im Alltag. Über Kurzforlmeln kann das Autogene Traing auch in akuten Stresssituationen genutzt werden und ist durch den Übungseffekt schneller abrufbar. Die Methode des Autogenen Trainings ist wissenschaftlich belegt und wird daher auch von gesetzlichen Krankenkassen gefördert oder empfohlen.

Progressive Muskelentspannnung

Bei der Progressiven Muskelentspannung legt der Schwerpunkt auf dem Nachspüren von Anspannung und Entspannung der Muskulatur. Das hat einen wissenschaftlich belegten Effekt auf die Entspannung des ganzen Körpers. Durch regelmäßiges Üben können wir zu insgesamt weniger Stress und Anspannung gelangen. Durch den Trainingseffekt ist die Entspannungsreaktion schneller abrufbar. Die Übungen können in Kurzform gut in den Alltag integriert werden. Als wissenschaftlich belegte Methode wird das Autogene Training auch von gesetzlichen Krankenkassen gefördert oder empfohlen.

Kostenerstattung über gesetzliche Krankenkassen möglich

 

Ich bin als Kursleiterin für Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und Multimodales Stressmanagement bei der Zentralen Prüfstelle Prävention der gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Eine Kostenerstattung dieser Kurse ist möglich. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.